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11.2.2016: Ökumenisches Gesprächsforum: »Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos«




Begleitend zur Ausstellung »Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos« in der Volkshochschule Halstenbek fand im Rahmen des Ökumenischen Gesprächsforums vom 11. Februar eine Informationsveranstaltung der Stiftung Weltethos statt. Als Referent der Stiftung war Pastor Klaus-Georg Poehls geladen, die Gesprächsleitung lag bei Pastor Dierks.

Zirka 25 Mitglieder beider Kirchen hatten sich eingefunden, eine erfreulich große Anzahl!

Einleitend stellte Pastor Poehls das Projekt »Weltethos« vor. Es geht zurück auf die Überlegungen von Prof. Hans Küng. Auf dieser Basis verabschiedete das Parlament der Weltreligionen 1993 in Chicago eine Erklärung zum Weltethos. Sie enthält vier Grundüberzeugungen:
1. Kein Friede unter den Nationen ohne Friede zwischen den Religionen.
2. Kein Friede unter den Religionen ohne Dialog zwischen den Religionen.
3. Kein Dialog zwischen den Religionen ohne globale ethische Standards.
4. Kein Überleben unseres Globus ohne ein globales Ethos, ein Weltethos, gemeinsam getragen von religiösen und nichtreligiösen Menschen.

Daraus leiten sich zwei Prinzipien ab, die sich sowohl in den Religionen als auch in der Philosophie wiederfinden:
1. Das Prinzip der Humanität
2. Das Prinzip der Goldenen Regel.

1995 wurde die Stiftung Weltethos gegründet, unterstützt von einem Baden-Badener Unternehmer.

Im anschließenden Gespräch wurden Fragen beantwortet und Hinweise gegeben, die unter anderem diese Gedanken wiederspiegeln.

Wichtig erscheint, dass sich im Dialog auf der Grundlage des Weltethos religiöse und nichtreligiöse Menschen vereinen können, eine Vision, die – wie alle Visionen – einen langen Atem benötigt und einen positiven Umgang mit Niederlagen erfordert.

Wir alle können Multiplikatoren dieser Vision sein, indem die Thematik in alle Bildungseinrichtungen getragen wird. Dazu gibt die Stiftung Material an die Hand für alle Altersstufen, beginnend mit dem Kindergartenalter. Auch die Ausstellung dient diesem Zweck.

Wichtig wäre auch eine intensivere Kommunikation in den Medien, besonders um darüber umfangreicher zu berichten. Zum Beispiel finden in Hamburg Gespräche zwischen Christen, Juden, Muslimen und einer kleinen hinduistischen Gemeinde statt. Wichtig ist es, in den Dialogen mehr zu betonen, was die unterschiedlichen Religionen eint, als was sie trennt.

Bärbel Meier-Beining