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Was macht eigentlich...? - Interview mit Pastor Philipp Bonse





Redaktion: Pastor Bonse, Sie waren von Ende 2005 bis 2010 sehr gern gesehener Pastor in unserer Kirchengemeinde, bis Sie aus persönlichen Gründen nach Eutin gingen. Wie ist es Ihnen dort ergangen?
Pastor Bonse: Sehr gut, ich habe mich in Eutin gut eingelebt und dort ebenfalls viele Menschen kennen gelernt, die mir sehr am Herzen liegen.

Welche Unterschiede zu Halstenbek gibt es dort?
Eutin ist sehr viel ländlicher als Halstenbek – eine richtige Kleinstadt mit vielen Dörfern im Umland, auch wenn die Einwohnerzahl fast dieselbe ist. Es gibt hier ein starkes Gefühl des „Jeder kennt jeden“ und viele leben und arbeiten auch hier am Ort.

Manches Persönliche habe ich Sie schon beim damaligen Interview (im Gemeindebrief Herbst 2006) gefragt, z. B. nach Beweggründen für den Beruf, Ausbildung und Zielen. Haben Sie Ihre Absichten und Ziele verwirklichen können?
Da müsste ich mal in unserem Interview von 2006 nachlesen… Aber mir ging es immer darum, Menschen für Jesus Christus zu gewinnen und ein lebendiges Gemeindeleben auszubauen. Da habe ich schon ein bisschen was geschafft!

Was bedeutet heute für Sie „Kirche“ und „Ökumene“?
Hier in Eutin gibt es, ähnlich wie in Halstenbek, ein lebendiges Miteinander der Gemeinden. Ein großes Glück ist, dass ich in Eutin Bernd Wichert, der ja früher auch für Halstenbek zuständig war, wiedergetroffen habe!

Wie könnte man den leider kontinuierlichen Austritten begegnen?
Da gibt es kein Allheilmittel – mit Austritten müssen wir leben. Wichtig ist, Menschen neu für die Gemeinde zu gewinnen und zu begeistern, indem wir als Christenmenschen unseren Glauben überzeugend leben.

Wie haben Sie den Kirchentag erlebt?
Da hatte ich in Eutin Dienst und konnte nicht hinfahren… Aber ich war Ende April bereits in Wittenberg.

Machen Sie noch plattdeutsche Gottesdienste? Wäre da nicht ein „Gastauftritt“ in Halstenbek möglich?
Ja, die plattdeutsche Sprache ist mir nach wie vor ganz wichtig! Hier in Ostholstein wird auch gerne platt gesprochen – besonders auch in Gottesdiensten. Nach Halstenbek komme ich natürlich gerne, wenn ich dafür Zeit finde…

Wenn ich mit dem Fahrrad am Bahndamm von Halstenbek nach Krupunder unterwegs bin, denke ich oft an Ihre Laufstrecke. Haben Sie noch Ihre Hobbys?
Laufen und Radfahren sind nach wie vor meine liebsten Hobbys, manchmal bin ich auch bei Wettkämpfen dabei… Beides kann man hier in Ostholstein natürlich besonders gut machen, es gibt viele Strecken in einer tollen Landschaft!

Wie empfinden Sie im nach hinein Ihre Zeit in Halstenbek?
Ich denke oft und sehr dankbar an die Zeit und die Menschen in Halstenbek zurück. Zu einigen habe ich ja noch immer Kontakt, auch wenn man sich selten sieht. Es war eine schöne und ganz wichtige Zeit für mich!

Das Interview führte Klaus Badewitz.