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Aus dem Leben einer Theologiestudentin -
Blog auf Papier...




Sina Schmidt, 21, studiert im 3. Semester Evangelische Theologie in Hamburg. In kurzen Einblicken läßt sie uns an Fragen, Erfolgen und Mißerfolgen ihres Studiums teilhaben - bis zum Examen oder bis sie dann irgendwann Pastorin in der Nordkirche sein wird.


Wenn in der Uni die Vorlesungszeit vorbei ist, beginnen die Semesterferien. Naja, nicht direkt Ferien. Es finden nur keine Veranstaltungen wie Vorlesungen oder Seminare statt. Ich hatte trotzdem genug zu tun. In meinem letztem Artikel habe ich ja schon über mein Lieblingsseminar über Martin Luther berichtet. Dort habe ich meine erste Hausarbeit geschrieben. Die Themenfindung hat etwas gedauert. Martin Luther hat in seinem Leben so viel gemacht und erreicht. Dazu kam, dass ich auch gerne eine aktuellen Bezug haben wollte. Nach vielen Überlegungen und einigen Gesprächen mit Kommilitonen und dem Dozenten habe ich mich für ein Thema entschieden. Ich habe meine Hausarbeit unter der Frage „Ablasshandel heute – ist der CO2-Freikauf mit dem Ablasshandel aus Luthers Zeit zu vergleichen?“ geschrieben. Ich habe dabei den Fokus auf Ablasswesen/-handel im frühen 16. Jahrhundert und Luthers Kritik daran gelegt. Der Text, auf den ich mich dabei gestützt habe, waren die 95. Thesen.

Dort schreibt Luther: „Jeder wahre Christ, lebend oder tot, hat, ihm von Gott geschenkt, teil an allen Gütern Christi und der Kirche, auch ohne Ablassbriefe.“

Das ist für mich mit eine der Thesen, in denen Martin Luther klar und deutlich sagt, dass jeder Mensch, egal wie er vor Gott tritt, einen Platz bei ihm hat! Ich finde, dass dieses eine wundervolle Aussage ist.

Im nächstem Semester kommen einige wichtige Entscheidungen auf mich zu, die mein Leben entscheidend verändern werden…

Sina Schmidt