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Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Zeiten von Corona


Gerade sind es äußerst spannende Zeiten, die Kinder- und Jugendmitarbeiter verfolgen die Nachrichten ganz genau. Was bedeutet jede neue Lockerung für unser Programm? Was bedeutet es, wenn die Auflagen wieder strenger werden sollten? Zurzeit (Stand: Mitte Mai) ist der Kreis Pinneberg in seinen Verordnungen strenger als die Regelungen für die Arbeit mit Jugendlichen im Land Schleswig-Holstein. Noch ist es so, das sich in Schleswig-Holstein zwar fünf Personen pro Raum in einer Einrichtung treffen dürfen - im Kreis Pinneberg jedoch dürfen sich nur fünf Personen pro Einrichtung versammeln. An diese Vorgaben sind wir erstmal gebunden, unsere Hoffnung ist, dass wir im Juni eine Anpassung der Regeln an den Rest von Schleswig-Holstein bekommen. Oder auch eine Anpassung an die Regeln, die in Schulen gelten. Dort ist es so, dass 15 Schülerinnen und Schüler in festen Gruppen mit versetzten Anfangs– und Pausenzeiten zusammenkommen dürfen. Grandios, wenn uns das auch möglich wäre, denn dann könnten unsere Gruppenaktivitäten wieder aufgenommen werden. Doch gerade sind all dies Spekulationen ...
Doch statt zu gucken, was geht denn alles nicht geht, schauen wir lieber, was denn doch möglich ist! So wurden in den letzen Wochen viele Briefe geschrieben, Bastelmaterial oder Pfadfinderzeug zu Familien und Kindern nach Hause gebracht, es wurde viel telefoniert, FaceTime gemacht, auf der Straße - mit Abstand! - geschnackt. Der Kindergottesdienst stand in einer Tüte zum Abholen in der Erlöserkirche bereit, damit er zuhause in den Familien gefeiert werden konnte. Wir hatten Zeit, die Homepage der Pfadfinder zu überarbeiten (www.pfadfinder-halstenbek.de), die Sonderausgabe des Gemeindebriefes zu Ostern wurde von den Pfadis an alle Halstenbeker Haushalte verteilt - und seit es uns wieder erlaubt ist, feiern wir regelmässig Gottesdienste in der Erlöserkirche und der Arche Noah.
Was immer galt, das gilt auch jetzt: Die Evangelische Jugend ist da, wo Hilfe und Unterstützung nötig ist. Denn: Helfen ist weiterhin erlaubt.


Pfadfinder – wir nehmen die Herausforderung an


Der Pfadfinderstamm bekommt seit der ersten Woche der Schließung aller Institutionen jeden Montag eine „Digitale Gruppenstunde“. Zum Pfadfindersein gehört es, an Gemeinschaft teilzunehmen und zu einem großen Ganzen dazu zu gehören - das geht auch in Zeiten von Corona. Wir hatten sogar eine Aufnahme eines neuen Kindes bei den Bibern. Es lohnt sich also, sich anzumelden und zu unserem bunten Haufen dazuzukommen.

Für uns ist diese Krise eine Herausforderung. Ein Hindernis, das wir überwinden wollen und können. Wir bewegen uns aus der Komfortzone und meistern die Abenteuer in der Lernzone mit Bravour! Wenn du auch Pfadfinder werden willst, melde dich gerne bei Diakonin Anna-Lena Krijan, 0163/8193663.

Seit dem 10. Mai dürfen wieder Gottesdienste gefeiert werden. Das tun wir Pfadfinder auch: Jeden Montag um 16.30 Uhr für die Gruppenleiter, jeden Mittwoch und Freitag für je drei Pfadfinder gruppen, jeweils auch um 16.30 Uhr. Natürlich unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen – das ist klar.

Und noch ein Bonbon haben wir im Stamm eingeführt: den Lieferservice. Wir bringen den Pfadfindern ein Zelt vorbei oder einen Trangiakocher. Die Kinder schlafen dann bei sich im Garten mit den Geschwistern oder Eltern im Zelt ...

Wie allerdings unser Sommer aussieht, ist noch völlig unklar. In den Handlungsempfehlungen der Nordkirche ist deutlich zu entnehmen, dass wir als Träger keine Freizeiten oder Sommerlager veranstalten dürfen, weil wir dort die Hygienevorschriften und Abstandsregeln nicht eingehalten können. Der Platz in Ganderkesee (bei Bremen), wo unser Sommerlager stattfinden sollte, ist jedoch gebucht und einfach genial. Da wir also alle im Sommer in Deutschland Urlaub machen sollen, Hotels und Campingplätze jedoch höchstens zu 50 Prozent ausgelastet werden dürfen, können Pfadfinderfamilien diesen geilen Platz dennoch nutzen: Dann machen wir keine Freizeit (verboten), sondern die Familien Urlaub (erlaubt)!

Mittlerweile dürfen sich zwei Familien treffen. Somit könnten auch befreundete Familien auf den Platz fahren und dort Urlaub machen. Mit dem Platzwart ist abgesprochen, dass 80 Perso nen drauf sein könnten (Hälfte der Kapazität). Es ist ein Platz mitten im Wald, es gibt viele kleine und große Lichtungen, in die man sich sein Familiendorf stellen kann. Eine offene Sanddüne wird für kleine Kinder das Highlight sein – eine riesige, geniale Sandkiste! Der Sanitärbereich darf wieder genutzt werden. Die Familien müssten sich selbst versorgen und bekochen. Wir Pfadfinder haben viel Material und könnten alles (Trangia, Kochtopf, Feuerschale etc.) ausleihen. Wir könnten auch Zelte mit aufbauen helfen, wenn gewünscht.

Wie unsere sonstigen Ferienaktivitäten im Sommer aussehen dürfen, müssen wir noch abwarten. Wir werden jedoch auf jeden Fall in irgendeiner Form Programm für alle Kids anbieten – eben in dem Rahmen, den uns der Gesetzgeber lässt.


Kindervormittag - Liebe aus der Tüte




Der Kindervormittag ist unser Kindergottesdienst in Halstenbek und findet jeden zweiten Samstag im Monat stattfindet. Ohne Anmeldung, einfach kommen und Spaß haben. In der Regel kommen dann zwischen 15 und 40 Personen, Kinder zwischen 0 und 10 Jahren mit oder ohne Eltern zusammen. Tja – in der Regel! Eigentlich! Doch gerade ist alles anders! Und deswegen ist auch dieses Angebot auf den Kopf gestellt. In den nächsten drei Monaten wird es, wie auch schon im Mai erprobt, den Kindervormittag aus der Tüte geben. Liebevoll gepackte Tütchen, welche in der Erlöserkirche parat stehen und abgeholt werden können, damit zuhause ein thematischer Kindergottesdienst gefeiert werden kann, hier die Termine:

► 13. Juni: Gott ist immer und überall
► 11. Juli: Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln
► 08. August: Party für Jesus


Wir haben außerdem eine Neuerung im Kindergottesdienst: Lucy, eine der beiden Puppen, die uns durch den Kindergottesdienst begleitet, hat einen neuen Kumpel! Er heißt Jon. Und ist sehr „lebendig“ (so nennt es seine Lehrerin). Lucy findet ihn cool und lustig! Dennoch ist sie natürlich traurig, dass Bernhard jetzt mit seinen Eltern weg gezogen ist – ob sie ihn mal besuchen kann? Ob er anruft oder schreibt?


Teamerausbildung 14 Plus findet statt!


Alles Mögliche fällt gerade aus. Doch Teamer sein findet statt. Gerade in diesen Zeiten sind engagierte Menschen eine unserer Säulen der Gesellschaft! Und deswegen ist die Ausbildung von Jugendlichen zu Teamern so enorm wichtig und wertvoll. Denn mit einer Ausbildung, Reflexionsvermögen und Handwerkszeug ist ein Einsatz in der Kinder- und Jugendarbeit wesentlich effekti- ver und für alle Seiten befriedigender als ohne Ausbildung.

Wie soll die Ausbildung stattfinden? In diesen Zeiten?? Und was ist das überhaupt – dieses 14 Plus?

14 plus ist eine Teamer*innenschulung direkt im Anschluss an die Konfirmation, in der du erste Kompetenzen zum Leiten von Gruppen kennenlernen und ausprobieren kannst. Die Ausbildung beginnt mit einem gemeinsamen Startwochenende im Sep tember 2020 (14 + Baustein 1). Wir werden gemeinsam Spiele spielen, verschiedene Methoden für die Arbeit im Konfirmandenunterricht oder mit Kindern und Jugendlichen erlernen und uns als Teamergruppe besser kennen lernen. Wenn wir wieder übernachten dürfen, schlafen wir gemeinsam in den Räumen der Arche Noah. Doch zurzeit sieht es eher so aus, dass wir uns dort nur tagsüber in festen Kleingruppen werden treffen können und jeder sein Essen selbst mitbringt, weil wir kein gemeinsames Essen kochen dürfen. Doch genau darum geht es: Mittel und Wege finden, um ans Ziel zu kommen.

Weiter geht es mit einem Wochenende im Februar 2021 (14 + Baustein 2), in welchem es um Rolle und Rhetorik geht, um die Zielgruppen, mit denen wir arbeiten und darum, eine Andacht zu gestalten oder konkret Freizeiten und Aktionen zu planen. Die Schulung läuft über einen Zeitraum von einem Jahr. Nach erfolgreicher Teilnahme erhältst du ein Zertifikat. Solch ein Dokument ist super wichtig, wenn du dich auf Ausbildungs- und Studienplätze bewirbst. Beweist es doch, wie interessiert, teamfähig und motiviert du bist. Für zukünftige Arbeitgeber ideal. Während der 14plus Schulung machst du als Teamer wöchentlich beim Konfer oder einer anderen Gruppenaktivität mit und wendest dein Wissen gleich praktisch an. In Zeiten von Corona dann vielleicht in Zoom Meetings oder vor allem in Kleingruppenarbeiten, für die du dann die Verantwortung übertragen bekommst.
Fragen? Wende dich gerne an Diakonin Anna-Lena Krijan, 0163/8193663.





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