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Aus dem Leben einer Studentin der Sozialen Arbeit und Diakonie -
Blog auf Papier...



Sina Schmidt, 22, aus Ellerbek studiert an der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie. Bis zum Ende ihres Studiums gibt sie uns kleine Einblicke in ihr studentisches Leben.

Mehr zu den Studienmöglichkeiten am Rauhen Haus gibt es hier: https://www.ev-hochschule-hh.de/


Die Zeit rennt. Gerade noch frisch ins Praktikum gestartet und nun ist schon fast Weihnachten. Das Einführungspraktikum ist vorbei und ich habe auch schon wieder Uni.
Das Praktikum finde ich immer noch sehr gut. Es macht mir sehr viel Spaß, „richtig“ zu arbeiten und eine kontinuierliche Aufgabe zu haben. Das hat mir in meinem Unialltag wirklich gefehlt, die Verbindung zwischen Theorie und Praxis. Ich arbeite in einer Tagesförderstätte. Dort werden Menschen beschäftigt, die aufgrund ihrer Beeinträchtigung nicht in der Lage sind, normal zu arbeiten oder eine Behindertenwerkstatt zu besuchen. Diese werden bei uns „Beschäftigte“ genannt.
Durch Corona musste sich die Gruppe von zehn Beschäftigten in zwei kleinere Gruppen teilen. Es gibt eine interne und eine externe Gruppe. Die interne Gruppe besteht aus Beschäftigten, die auf einem Gelände zusammenleben, die Externen kommen aus ganz unterschiedlichen Wohnverhältnissen.
In diesen Gruppen gibt es einen Wochenplan, der sich im großem und ganzen jede Woche wiederholt. Wir besuchen ein Pferd, kochen gemeinsam, putzen das Auto oder haben Aufträge von externen Firmen. Dazu kommt dann noch die „Arbeit“ am Standort. Es werden zum Beispiel Bücher und Kerzen hergestellt.
Alles im allem bin ich gut an meiner Praktikumsstelle angekommen. Zu Beginn bin ich viel mitgelaufen, habe mir alles angeschaut und musste auch vieles lernen. Inzwischen bin ich richtig im Team angekommen und habe schon viele eigene Aufgaben. Ich trage nun meist die Verantwortung für zwei oder drei Bechäftigte. Dazu kommen immer mehr zusätzliche Aufgaben im Büro.
Das Praktikum habe ich momentan nur noch an zwei Tagen in der Woche. An zwei weiteren Tagen darf ich nun endlich wieder in die Hochschule und mich mit meinen Kommilitonen austauschen. Das hat mir im „Corona“-Semester wirklich gefehlt. Ich bin gespannt wie es da weitergeht.

Sina Schmidt