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Aktion Freiwilliges Kirchgeld

Was ist das?

Mit dem ‚Freiwilligen Kirchgeld‘ haben Sie die Möglichkeit, Ihre Kirchengemeinde vor Ort unmittelbar finanziell zu unterstützen – auch unabhängig von der Frage, ob Sie Mitglied der Kirche sind. Wenn Sie unsere Arbeit hier in Halstenbek fördern wollen und dazu in der Lage sind, bitten wir Sie herzlich von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen.

Die Kirchengemeinde Halstenbek gehört zu den ersten, die Ende der 1990er-Jahre das Konzept eines ‚Freiwilligen Kirchgeldes‘ als Ergänzung zum System der Kirchensteuer entwickelt haben. Notwendig war und ist dies, weil sich das Kirchensteueraufkommen aufgrund des zwar durchschnittlich geringen, aber seit Jahrzehnten konstanten Mitgliederschwundes reduziert. Derzeit wird dieser Schwund durch die gute wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, insbesondere die hohe Beschäftigung, aufgefangen, in den vorangegangenen zwei Jahrzehnten und auf Dauer ist die Auswirkung auf das Kirchensteueraufkommen aber unvermeidlich.

Die Bitte um Unterstützung mit ‚Freiwilligem Kirchgeld‘ richtet sich grundsätzlich an alle Halstenbeker Bürgerinnen und Bürger, in erster Linie allerdings an Nicht-Mitglieder und an Mitglieder, die keine oder sehr wenig Kirchensteuer zahlen, sich selbst aber zu einer solchen Unterstützung in der Lage sehen und das dann eben aus freiem Entschluss auch wollen.

Das ‚Freiwillige Kirchgeld‘ wird im Haushalt der Kirchengemeinden in Einnahmen, Ausgaben und Rücklagen separat geführt. Entscheidungen über Ausgaben werden vom Kirchengemeinderat getroffen. Von Anfang an war es Zielsetzung, mit dem Geld dem drohenden Abbau im Bereich der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, hier vor allem im Bereich der Kirchenmusik und der Kinder- und Jugendarbeit, entgegenzuwirken. Darüber hinaus können und werden mit dem Geld spezielle Projekte, Maßnahmen und Investitionen unterstützt.

Wie ist die Aktion bisher verlaufen?

Im Dezember 1998 wurde die Aktion mit einem Gottesdienst am 1. Advent und auf dem kommunalen Adventsmarkt auf dem Rathausplatz gestartet. Schnell fanden sich viele Halstenbeker, die zu einer Unterstützung bereit waren und in den folgenden Jahren konnte das Spendenaufkommen weiter gesteigert werden. In den letzten Jahren hat sich die Summe bei rd. 50 T€ jährlich eingependelt.

Nachdem in den Anfangsjahren zunächst eine notwendige Rücklage aufgebaut wurde, wird die Finanzierung der laufenden Kosten seit dem Haushaltsjahr 2012 auch durch Entnahmen aus der Rücklage vorgenommen. Das geht allerdings nur noch eine gewisse Zeit. Die Kirchengemeinde ist also zum Erhalt ihrer Arbeit auf dem gegenwärtigen Niveau darauf angewiesen, dass das ‚Freiwillige Kirchgeld‘ konstant bleibt und sich mittelfristig noch steigern lässt.

Was geschieht mit dem Geld?

Seit einigen Jahren werden vom ‚Freiwilligen Kirchgeld‘ jeweils rd. 2/3-Stellenanteile im Bereich der Kirchenmusik und der Diakonie / Jugendarbeit finanziert. Natürlich werden auch Kirchensteuermittel in diesen Bereichen verwendet, sodass die Kirchengemeinde Halstenbek in der guten Lage ist, sowohl für die Kirchenmusik als auch für die Kinder- und Jugendarbeit jeweils 1,25-Stellen vorzuhalten - zwei KirchenmusikerInnen und zwei JugenddiakonInnen. Von der Arbeit dieser MitarbeiterInnen, die hervorragende Arbeit leisten, profitiert das gemeindliche Leben sehr.

Neben diesen wichtigsten Verwendungszwecken werden die Mittel aus dem ‚Freiwilligen Kirchgeld‘ jeweils aktuell für bestimmte Anschaffungen und Projekte, die allein aus anderen Mitteln nicht finanziert werden können, eingesetzt.

Einige Beispiele für erfolgte Beschlüsse:
  • Anti-Gewalt-Training und andere Projekte für KonfirmandInnen
  • Unterstützung des Café Pino (Sozialcafé / Obdachlosenarbeit) in den Jahren 2001/2002
  • Förderung von Kinder- und Jugendfreizeiten (als dauerhafte Regelung)
  • Neu-Einrichtung des Jugendtraktes in der "Arche Noah"
  • Einrichtung eines Jugendraumes im Gemeindezentrum Erlöserkirche
  • Herausgabe der Broschüre "Meine Zeit steht in Deinen Händen – Helfende Hinweise für die Zeit des Abschieds" und Verteilung an alle Haushalte (Frühjahr 2002)
  • Beleuchtung in der Erlöserkirche für die großen Konzerte und Aufführungen
  • Drahtlose Mikrofone für Aufführungen der Kinder- und Jugendchöre
  • Zuschuss zur Anschaffung der neuen Orgel Erlöserkirche
  • Zuschuss zur Finanzierung des Kirchenjubiläums 2005/2006
  • Erneuerung der Akustik-Anlage in der Erlöserkirche
  • Tische für den Frühstücktreff in der "Arche Noah"
  • Kompletter Umbau und Neueinrichtung der Küche in der "Arche Noah"
  • u.v.a.m.

Wie kann ich mich beteiligen?

Die Geber des Freiwilligen Kirchgeldes erklären der Kirchengemeinde ihre Absicht zur finanziellen Unterstützung. Sie sind jederzeit und ohne weiteres frei, zugesagte regelmäßige Beiträge zu reduzieren oder ganz einzustellen. Sie werden über die Verwendung der Gelder aktuell informiert. Es ist auch möglich, zunächst nur einmalig einen Betrag zu geben.
Das Freiwillige Kirchgeld ist eine Spende an die Kirche und als solche steuerlich absetzbar. Spendenbescheinigungen werden automatisch bis spätestens Mitte Februar für den gesamten Betrag des Vorjahres zugesandt.

Sie möchten spenden? Hier erhalten Sie alle notwendigen Informationen!


Freiwilliges Kirchgeld 2015

Einnahmen:
46.970,48 €

Ausgaben:
06.349,33 € - Zuschüsse für Kinder- und Jugendfahrten
32.635,04 € - Personalkosten für die Kirchenmusik
38.407,68 € - Personalkosten für die Jugendarbeit
77.392,05 € - Gesamt

30.421,57 € - Erforderliche Rücklagenentnahme

  • Erstmalig seit langer Zeit liegen die Einnahmen unter 50 T€, allerdings ist die bisherige Entwicklung in 2016 wieder etwas besser.

  • Die Personalkosten für die Kirchenmusik entsprechen der Planung, von den besetzten festen Stellen wurde ein 0,66-Anteil aus dem Freiwilligen Kirchgeld finanziert. Dasselbe gilt für die Personalkosten für die Jugendarbeit, von den vorhandenen 1,25 Stellen wurde ein 0,66-Stellenanteil aus dem Freiwilligen Kirchgeld finanziert. Es ist nach wie vor ein großer Vorteil für die kirchengemeindliche Arbeit, dass unsere Mitarbeiter in der Kinder- und Jugendarbeit sowie Kirchenmusik ihre segensreiche Arbeit durch das Freiwillige Kirchgeld in dem Umfang leisten können.

  • Wie schon in den vergangenen Jahren waren die Ausgaben über das Freiwillige Kirchgeld höher als die Einnahmen. Die Differenz in Höhe von 30.421,57 € musste der Rücklage Freiwilliges Kirchgeld entnommen werden. Auf die Finanzierung von größeren Anschaffungen aus dem Etat wurde deshalb verzichtet und neben den Personalkosten lediglich die Zuschüsse für Kinder- und Jugendfahrten (5 € pro Teilnahmer und Tag) gezahlt - diese aufgrund der tatsächlich vielen Fahrten allerdings in relativ großem Umfang.

  • Nach dieser Rücklagenentnahme und dem Abschluss des Haushaltsjahres 2015 befinden sich in der Rücklage noch rd 70 T€. Noch stehen also Mittel zur Verfügung, dennoch müssen schon bald die laufenden Ausgaben durch die laufenden Einnahmen gedeckt sein - das hieße, dass das Spendenaufkommen möglichst noch einmal gesteigert werden müsste.

  • Freiwilliges Kirchgeld

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